Pflege
Für uns ist ein Lhasa Apso nur mit langem Haar ein typischer Lhasa Apso. Gerade dieses Haarkleid macht diese Rasse zu einer besonderen Schönheit. Es erfordert aber auch Pflege.
Es ist wichtig schon im Welpenalter den
Hund an das Bürsten zu gewöhnen. Bringen Sie den Hund sanft in
Seitenlage, streicheln Sie zuerst die Bauchseite und bürsten dann
sanft über den Bauch.
Ab dem 10. Lebensmonat ändert sich das Haar vom Welpenhaar zum Fell
eines erwachsenen Hundes. In dieser Zeit verknoten sich die Haare sehr
stark. Ruhe und Geduld bewahren: diese Zeit geht vorüber.
Niemals trocken bürsten
Wer das Haar eines Lhasas
trocken bürstet, bricht die Spitzen ab. Außerdem geht es leichter,
wenn Sie vor dem Bürsten die Haare etwas mit Wasser anfeuchten:
Einfach Ihre nassen Hände am Hund abstreifen oder mit einem
Blumenspritzerl ansprühen.
Liegt Ihr Apso auf der Seite, wird das Haar geteilt, Stufe für
Stufe wird es in Abschnitten zur Wachstumsrichtung gebürstet.
Wichtig ist es bis zur Haut durchzukämmen um ein Verfilzen zu
verhindern.
Die Beine werden am einfachsten gegen den
Strich gebürstet.
Knoten im Fell werden mit den
Fingerspitzen auseinander gezogen, erst dann ausgebürstet. Auf diese
Weise ist es nicht schmerzhaft.
Ein bis zweimal in der Woche gründlich
bürsten und kämmen genügt, wenn das Haar die richtige feste
Qualität hat.
Augenpflege
Täglich sollte der Bereich
unter den Augen gereinigt werden. Ein angefeuchtetes Tuch ohne Zusätze
genügt dazu. Kamillentee ist übrigens zur Augenpflege nicht zu
empfehlen: er verfärbt die Haare und die Schwebstoffe irritieren das
Auge.
Für die Haare an der Nasenwurzel unter
dem Auge gibt es spezielle feinzinkige Kämme, mit denen das
Augensekret ausgekämmt werden kann.
Pfotenpflege
Die Krallen sollten falls notwendig
geschnitten werden. Speziell ältere Hunde , die sich nicht mehr so
viel bewegen, brauchen auch eine Pflege der Krallen. Dazu gibt es im
Handel spezielle Krallenscheren. Den richtigen Zeitpunkt hören Sie:
wenn der Hund über Parkettboden läuft und jeder Schritt deutlich zu
hören ist.
Auch zwischen den Ballen
wachsen Haare. Sie sollten regelmäßig geschnitten werden, damit sie
nicht verfilzen. Im Winter bilden sich an den zu langen Haaren schnell
Schnee- und Eisklumpen.
Ohrenpflege
Die feinen Haare in den Ohren der Lhasas
müssen regelmäßig entfernt werden. Sie verhindern sonst den Abfluss
des Ohrensekrets, verfilzen und führen zu Ohrenentzündungen.
Diese Haare sitzen sehr locker
in der weichen Haut. Sie können problemlos mit den Fingerspitzen
einfach herausgezupft werden. Ist Ihr Hund an diese Prozedur gewöhnt,
kann auch eine Pinzette verwendet werden.
Das Bad
Baden Sie Ihren Hund nach Bedarf. Ein
Hund, der am Land lebt braucht sicher nicht so oft gebadet werden wie
ein Stadthund.
Die effizienteste und zugleich sparsamste
Methode:
In eine Schüssel mit warmem Wasser einen Löffel voll Shampoo geben.
Mit einem Babyschwamm das Wasser aufschäumen. Den Schwamm auf dem
trockenen Hund ausdrücken - auf diese Weise wird das Shampoo am
gleichmäßigsten verteilt. Gründlich einmassieren und sehr gründlich
ausspülen.
Mit einem Frotteehandtuch gut abtrocknen:
dabei aber nicht rubbeln, sondern drücken. Sonst verfilzt der nasse
Hund. Wichtig ist, die Innenohren gut zu trocken.
Wenn die Raumtemperatur nicht zu tief ist,
muss ein Lhasa nicht unbedingt geföhnt werden. Wer es dennoch tut:
niemals ganz trocken föhnen. Es macht das Haar brüchig und es muss
beim Bürsten erneut angefeuchtet werden.
Das richtige Shampoo
Welches
Produkt das ideale ist: darüber könnte endlos diskutiert werden. Auch
da gibt es Trends. Wichtig ist aber in jedem Fall: das Shampoo darf das
Fell nicht "seidig" machen. Am besten geeignet sind Shampoos für
Terrier-Fell, damit es hart bleibt.
Ob weitere Pflegemittel - Balsam,
Conditioner, Packungen - verwendet werden: das ist Geschmackssache der
BesitzerInnen. Der Handel bietet jedenfalls eine breite Palette an
Produkten an.
Warum nicht scheren?
Ein regelmäßig gepflegter Apso fühlt
sich im Winter dank seiner Haarfülle auch bei sehr tiefen Temperaturen
wohl. Im Sommer ist der Luftpolster zwischen den Haaren eine
Klimaanlage, die für Temperaturausgleich sorgt.
Die feine Unterwolle eines Apsos
wächst wesentlich schneller als das feste Deckhaar. Ist das Haar
geschoren, kommt die Unterwolle durch und der Apso verfilzt sehr
rasch.
Die Pflegeprozedur genießen
lernen!
Ist der Hund einmal ans Bürsten gewöhnt,
wird er es mögen. Es ist ja auch eine gründliche Massage des ganzen
Körpers. Bürsten ist Zuwendung.
Und für die BesitzerInnen ist es eine wunderbare Entspannung.