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Futter für's Herz

von bprimigZuletzt verändert: 28.11.2006 13:36

Vor allem ältere Hunde neigen zu Herzschwächen. Gute Kondition, richtiges Gewicht und optimale Ernährung unterstützen diese Hunde und ihr Herz.

Gemüse und Obst

Je feiner Gemüse und Obst püriert wird, desto leichter kann es der Hund verdauen, weil die Zellwände aufgespaltet werden. Ein Schuss gutes Öl hilft, die fettlöslichen Vitamine aufzunehmen.

Reife rote Äpfel sind nicht nur kalorienarme Sattmacher. Das enthaltene Pektin senkt den Cholesterinspiegel und neutralisiert den Säuregehalt im Körper.

Äußerst gesund sind auch Kiwis. Der hohe Vitamin-C-Gehalt kräftigt das Immunsystem, darf aber bei einem empfindlichen Magen nicht gefüttert werden. Kiwis regen die Tätigkeit des Herzmuskels an, festigen die Blutgefäße und das Bindegewebe.

Kräuter, Öle & Co

Herzprobleme führen häufig zu Wasseransammlungen im Körper. Dagegen hilft etwa Petersilie, die eine starke entwässernde Wirkung hat. Bei entwässernden Kräutern ist aber insgesamt Vorsicht geboten, eine Überdosierung kann die Tätigkeit der Nieren behindern. Petersilie darf nicht an trächtige Hündinnen gefüttert werden.

Kräftigend für das Herz sind auch Melisse und Weißdorn.  Am besten verabreicht man diese Kräuter als Tee anstelle des Wassers in der Schüssel. Die meisten herzunterstützenden natürlichen Medikamente bauen ebenfalls auf die Wirkstoffe des Weißdorns, die die Durchblutung der Herzkranzgefäße unterstützen. Rosmarin wirkt ähnlich.

Zimtrinde ist kreislaufanregend. Ingwer wirkt zusätzlich  blutverdünnend. Vor Operationen oder nach Verletzungen darf Ingwer daher auf keinen Fall verabreicht werden.

Sesamöl wird gerne empfohlen, wenn ein Hund an Bluthochdruck leidet.

Selen ist wichtiges Element bei der Behandlung von Kreislauf– und Herzerkrankungen. Der beste natürliche Selen-Lieferant ist roher Fisch.

Die Menge macht‘s

Ein älterer oder alter Hund braucht generell weniger Nahrung, frisst aber oft viel lieber als in jüngeren Jahren.  Zu viel Gewicht schadet aber, weil das Herz aktiver sein muss.

Oft wird empfohlen, bei älteren Hunden die Proteingaben zu erhöhen. Bei den Tibetern ist dabei allerdings Vorsicht geboten, sie neigen dann zu Hautproblemen und reagieren mit Eiweißekzemen.


(Birgit Primig. Erstveröffentlichung: ÖTH Nachrichten, Juni 2006)