Futter für die Gelenke
Nicht nur, wieviel wir füttern, wirkt sich auf das Skelett unserer Hunde aus. Auch die Zusammenstellung wirkt auf Knorpel, Bänder und Knochen.
Fit ist gesund
Erster und wichtigster Punkt: das Gewicht des Hundes. Ist er über lange Phasen seines Lebens übergewichtig, beansprucht das die Gelenke. Sie müssen zu viel Gewicht tragen. Besonders problematisch ist das in der Wachstumsphase.
Der zweite Punkt: die Kondition. Ein Hund, dessen Muskeln gut trainiert sind, verkraftet Gelenksfehlstellungen und Probleme mit Sehnen und Bändern leichter.
Ingwer bei Arthrose
Die Inhaltsstoffe
der Ingwerwurzel sind nicht nur für den Geschmack verantwortlich, der
die asiatische Küche kennzeichnet. Ingwer ist ein wichtiges
Heilmittel.
Die Wirkung von Ingwer bei Gelenksproblemen ist beim Pferd längst nachgewiesen. Das Risiko von Arteriosklerose wird verringert. Außerdem regt Ingwer die Gallensaftproduktion an, was wiederum die Fettverbrennung beschleunigt und erleichtert.
Aber Achtung: Vor Operationen darf Ingwer keinesfalls gegeben werden, weil er das Blut verdünnt.
Chronische Beschwerden
Die Inhaltsstoffe der Teufelskralle werden Hunden als Tee über das Futter gegossen oder als Pulver untergemischt. Die Wirkung tritt erst nach drei bis sechs Wochen ein. Vor allem chronische Beschwerden werden mit dieser afrikanischen Pflanze behandelt. Auch die Teufelskralle fördert die Verdauung.
Noch mehr Kräuter
Löwenzahnblätter enthalten viel Kalium. Püriert unter das Futter gemischt stärken sie den Knochenbau.
Bambus gleicht den Spurenelemente– und Mineralstoffhaushalt des Körpers aus. In der Kräuterkunde gilt Bambus als Knochenbaustoff.
Im Ackerschachtelhalm ist viel Kieselsäure enthalten. Das stärkt das Bindegewebe. Als Tee oder Pulver im Futter serviert hilft er bei degenerativen Gelenkserkrankungen.
Gründliche Diagnose
Kräuter oder Pflanzen sind zusätzliche
Unterstützung. Bevor sie verabreicht werden, sollte bei Gelenks– und
Beweglichkeitsproblemen unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.
(Birgit Primig. Erstveröffentlichung:
ÖTH Nachrichten Dezember 2006)