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Tibetisches Wochenende

von bprimigZuletzt verändert: 10.07.2007 16:32

Von 6. bis 8. Juli fand in Hüttenberg das jährliche Fest der Kulturen anlässlich der Geburtstage des Dalai Lama und Heinrich Harrers statt. Wir haben Hundefreunde zu einem gemeinsamen Picknick und einem Juxturnier mit Publikumsbeteiligung eingeladen.

Platon und Yuni durften schon am Samstag anreisen. Sie waren dabei, als die knapp 40 TibeterInnen einen Berg bestiegen, um dort nach einer Rauchopferzeremonie ein Picknick zu veranstalten. Platon wusste immer sehr genau, wer gerade die besten Happen isst. Er hat mit seinen 12 Jahren die steilen Wege um Hüttenberg problemlos bewältigt. Manche Tibeterin mit völlig ungeeigneten Schuhen hat die Hunde für ihre vier Beine beneidet.
Yuni war auch am Abend beim gemeinsamen Singen für die fünfjährige Tsering und ihre dreijährige Schwester Tina ein willkommener Spielgefährte.
Am Sonntag wurde das Fest zum Sportplatz verlegt. Aus der offiziellen Beginnzeit 10 Uhr für das Programm wurde nach tibetischer Sitte ganz problemlos 11.30. Bis dahin sind auch alle unsere Gäste mit ihren Hunden und viel zu viel Picknick-Zutaten eingetroffen.
Dann gab es den Startpfiff für das „Ländermatch“ Hüttenberg gegen Tibet. Damit sollte auf die Aktion „Bring Tibet to Oylmpia 2008“ aufmerksam gemacht werden. Nach der ersten Spielhälfte führte eine Mannschaft knapp – welche, war letztlich völlig egal.
In der Spielpause: die erste Ausscheidungsrunde im Juxturnier. Jeweils ein Hundemensch, ein Hund und ein Gast traten im Team gegeneinander an. Sie mussten einen Parcour mit Sackhüpfen, Schlauchtauchen, Blindslalom und Abschlusspose mit Hund im Sessel bewältigen. Das Publikum hat durch Applaus entschieden, wer sich für das große Finale qualifizierte. Lediglich bei den beiden jüngsten Teilnehmerinnen Alessandra und Svenja konnte sich das Publikum nicht entscheiden. Es traten an (fettgedruckt bedeutet Finaleinzug):
  • Walter Leichtfried mit Tsering gegen Richard Hinterholzer mit Chime,
  • Wolfgang Gruber mit Erika (Mitarbeiterin von Save Tibet) gegen Gudrun Gruber mit Bernd (Buschauffeur der Tibeter)
  • Elisabeth Wohlfahrt mit Jigme gegen Claudia Wohlfahrt mit Kelsang
  • Alessandra Schöffmann mit Lobsang gegen Svenja Schober mit Gyatso
  • Birgit Landl mit Tsering gegen Elisabeth Landl mit Dawa
  • Doris Schitter mit Tensing, und Oliver Ninaus mit Dölma
Kaum war der erste Teil vorbei, mussten die tibetischen Mitspieler schon wieder auf den Fußballplatz. Nach der zweiten Spielhälfte stand es unentschieden 8:8. Erst das 7-Meter-Schießen brachte die Entscheidung für die Nationalmannschaft Hüttenberg.
Weil sich die Fußballer erst erholen mussten, wurde ein Zwischenspiel eingeschoben: Seilziehen Tibeterinnen gegen Österreicherinnen. Begonnen wurde mit jeweils 7 Frauen auf beiden Seiten. Die Österreicherinnen hatten knapp mehr Kraft, woraufhin sich die Tibeterinnen vermehrt haben. Die Österreicherinnen zogen nach, unterlagen aber letztlich der tibetisch-weiblichen Übermacht.
Normalerweise singen die Tibeter. Zu Beginn des Jux-Finales sangen die Österreicher gemeinsam: „Ein Hund kam in die Küche und stahl dem Koch ein Ei …“. Die zwei ersten Zeilen mussten dann auch die Finalisten singen und auf einem Xylophon begleiten. Dabei übernahmen aber überwiegend wieder die Tibeter den Gesang, Tseten Zöchbauer hat als Souffleuse fungiert. Ganz klares Siegerteam: Svenja und Gyatso.

Ein mehrfaches Danke zum Abschluss:
  • Danke an alle, die mit so viel guter Laune und vielen köstlichen Picknick-Zutaten unserer privaten Einladung gefolgt sind.
  • Danke an Bürgermeister Schratter, der uns eine tolle Infrastruktur zur Verfügung gestellt hat.
  • Danke an Tseten Zöchbauer für die Dolmetsch-Dienste bei der Juxturnier-Moderation.
  • Danke an Royal Canin, die uns mit Material ausgeholfen haben.
  • Danke an Jacky Panitz, der uns so tolle Preise für die Sieger des Juxturniers geschenkt hat.
 
Weiterleiten möchte ich noch Tseten Zöchbauers Dank an uns PicknickerInnen. Sie hat fast 40 TibeterInnen nach Hüttenberg gebracht. Bei den meisten ist das Asyl-Verfahren noch nicht abgeschlossen, daher hat sie den Reisebus selbst finanziert. Wer nicht „zu uns“ gehörte, durfte sich beim Picknick gegen eine Spende für den Bus bedienen. Unsere Einladung an die TibeterInnen, möglichst viel zu essen, hat es ihr im doppelten Sinn erspart, noch einmal im Geozentrum für alle aufkochen zu müssen.